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Stand: 28.03.2019

Pressemitteilung

Caritasverband setzt bei „Konzertierter Aktion“ auf Netzwerk und weniger Bürokratie

 

Wie dringend die "Konzertierte Aktion Pflege" ist, die vier Bundesministerien jetzt auf den Weg gebracht haben, unterstreicht der Caritasverband Emsdetten-Greven-Saerbeck für sein Gebiet. Dabei rücken Vorstand Bernward Stelljes und Ansgar Kaul, Fachbereichsleiter "Hilfen für alte und kranke Menschen", die ambulante Pflege in den Mittelpunkt. Zu einem der Hauptgründe, die für Personalmangel angeführt werden, sagt Bernward Stelljes: "Dass Fachkräfte in der Pflege überall wenig Geld verdienen, stimmt so nicht - wenn der Träger Tarif zahlt".

Grundlage sind in seinem Haus die Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) des Deutschen Caritasverbands. Dieses "höchste Tarifniveau in der Branche" beziffert der Caritasvorstand für eine examinierte Fachkraft zum Berufsstart inklusive aller Zusatzleistungen und Zulagen auf gut 3000 Euro brutto.

Laut einer Erhebung der Stadt Emsdetten unter ortsansässigen Anbietern ambulanter Pflege hat sich die Zahl der Klienten seit 2009 fast verdoppelt auf 1200. Die Zahl der stationär zu Pflegenden ist dagegen deutlich weniger stark um zehn Prozent gestiegen. Dass Greven eine ähnliche Untersuchung angekündigt hat, zeige, dass "die Kommunen sich auf den Weg machen".

Für diesen erhöhten  Bedarf in der Pflege  fehlen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, stellt Ansgar Kaul auch für die hiesige Region fest. Angesichts der Alterung der Bevölkerung werde es auch mit Fachkräftezuwanderung kurzfristig keine Entspannung geben.

Möglichst arbeitnehmerfreundliche Dienstpläne (5,5-Tage-Woche), Ausbildungsplätze, Fort - und Weiterbildungsangebote, wie z.B. Palliative Care als einziger Anbieter in der Region: Der Caritasverband versucht, aus den aktuellen Rahmenbedingungen der Pflege das Beste zu machen, ist sich Fachbereichsleiter Ansgar Kaul sicher. Als kirchlicher, nicht-gewinnorientierter Träger setze man darüber hinaus "stark auf eine Beziehungskultur zu den Klienten und mit den Mitarbeitern". In diesen Merkmalen der Caritas sieht Kaul durchaus auch Vorteile im Wettbewerb um Mitarbeiter.

Arbeitsbedingungen, Ausbildung, Gehälter: Bei diesen Handlungsaufgaben der "Konzertierten Aktion Pflege" ist der Caritasverband ein Stück vorangekommen, glauben Stelljes und Kaul. Als großer und breit aufgestellter Träger setze man darüber hinaus gleichermaßen auf die Zusammenarbeit der eigenen Fachbereiche wie auf die Kooperation mit externen Anbietern und in Netzwerken wie dem vom Caritasverband koordinierten Palliativnetz. Für Klienten und Angehörige alles aus einer Hand, von der Beratung über Arzt- und Apothekenbetreuung und Pflege bis zur Palliativbetreuung oder dem Hospizdienst, beschreibt Ansgar Kaul diesen integrierten Ansatz.

"Natürlich haben die meisten Menschen den Wunsch, im letzten Lebensabschnitt zu Hause zu sein", sagt Bernward Stelljes. "Das versuchen wir als Caritasverband mit unseren Angeboten zu realisieren." Weniger Bürokratie und kürzere Antragsverfahren wünscht er sich dafür als erstes von der "Konzertierten Aktion Pflege", damit Träger und Mitarbeiter möglichst wenig von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten werden.

 

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Bildzeile:

Caritasvorstand Bernward Stelljes (links) und Fachbereichsleiter Ansgar Kaul mit einem der markanten roten Autos der ambulanten Pflege im Caritasverband Emsdetten-Greven.

 

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Caritasvorstand Bernward Stelljes (links) und Fachbereichsleiter Ansgar Kaul mit einem der markanten roten Autos der ambulanten Pflege im Caritasverband Emsdetten-Greven.