Die Tafelausgabe zieht für drei Monate in die Alte Münsterstraße
Erfolgreiche "Herbergssuche"
Greven - Der Schrecken war groß, als sich kurz vor Weihnachten herausstellte, dass die Ausgabe der Tafel in Greven während der Sanierung doch nicht genutzt werden kann: der Umbau dauert bis mindestens April. Doch dank der Hilfe von lokalen Wirtschaftsförderern und der Unterstützung durch einen Grevener Vermieter geht es weiter: dienstags und donnerstags werden jetzt jeweils ab 14 Uhr in den Räumlichkeiten des ehemaligen Biomarktes an der Alten Münsterstraße Lebensmittel an Bedürftige ausgegeben.
"Wir sind unendlich dankbar, dass unsere Herbergssuche kurz vor Weihnachten erfolgreich war", erinnert sich Vorstand Klaus Wilp an turbulente Tage kurz vorm Fest. Baustellen gleichen oft Wundertüten. Man weiß nie, was einen erwartet. Und so stellte sich heraus, dass an eine "Notausgabe" während des Umbaus an der Kirchstraße nicht zu denken ist, mit fatalen Folgen für die Bedürftigen zum Jahresstart. Doch ein Anruf bei der Gesellschaft zur Entwicklung und Förderung der Wirtschaft in Greven (GmbH) brachte noch vor Heilig Abend eine Option an der Alten Münsterstraße hervor: ein temporärer Leerstand nur einen kurzen Fußweg vom Kirchweg entfernt.
"Frau Jana Erlemeyer von der Wirtschaftsförderung hat sich der Sache unbürokratisch und schnell angenommen", erzählt Klaus Wilp und erwähnt einen zweiten "Engel" in der Not: Vermieter Familie Riestenpatt gt. Richter von der Richter Wohnbau GmbH. Die Unternehmer und Investoren taten flux ihren Teil dazu bei, den unkomplizierten Umzug der Tafel möglich zu machen. Er ließ sich auf eine Zwischenmiete zu günstigen Sonderkonditionen ein.
Auch die ehrenamtlichen Helfenden zogen mit. Sie packten bereits zum Jahresbeginn fleißig mit an und fuhren Sonderschichten, damit sozial Benachteiligten in Greven weiter zuverlässig geholfen wird. "Eine fantastische Leistung so vieler hilfsbereiter Grevener kurz vor dem Fest", lobt André Dieks, Vorstandskollege von Klaus Wilp, immer noch sichtlich gerührt von der Unterstützung vor Ort. Der Vorstand hofft nun auf weniger unangenehme "Überraschungen" während des Tafel-Umbaus im Schatten der Kirche. Dann könnte es dort schon Mitte April wieder wie gewohnt weitergehen, sicher, sozial und solidarisch für Menschen in Not.